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Wenn die Sommeruniform aus dem Schrank geholt wird, die Gelatis schmelzen bevor man sie essen kann und die Touristen und Mitarbeit mit zu knapper Bekleidung den Vatikan betreten wollen, dann ist es wieder soweit: Der Sommer hält Einzug in bella Roma.
Der Ruf des Meeres wird dann immer stärker und man fährt mit der Bahn oder dem Auto an einen der vielen Strände, um Sonne und Meer zu geniessen. Die einzige Frage die dann noch bleibt, ist wohin man fahren soll… Möglichkeiten gibt es genug. Sei dies bei Ostia wo man direkt mit dem Zug hinfahren kann, Ladispoli mit seinen schwarzen Sandstränden oder ein bisschen weiter weg: Sabaudia wo Lagunen die Strände vom Festland trennen und natürlich viele mehr! Und wem das salzige Wasser vom Meer nicht passt kann immer noch ausweichen auf einer der vielen Seen rund um Rom.
Im Sommer wird es erfahrungsgemäss etwas ruhiger werden was unsere Arbeit angeht. Der heilige Vater wird nach Castel Gandolfo gehen um so in seiner Sommerresidenz den heissen Tagen in Rom zu entfliehen. Natürlich werden da auch einige Gardisten dabei sein. Das Gros wird aber in Rom bleiben.
Letztes Jahr hatte ich leider nie die Gelegenheit um nach Castel Gandolfo zu reisen. Um Ostern meinte es aber der Feldweibel gut mit mir und ich konnte meine ersten Castelli- Erfahrungen machen. Der Dienst im in der Sommerresidenz des Papstes ist sehr ruhig. Man kann ihn nicht mit der Zeit in Rom vergleichen. Der Ganze Verkehr fehlt und es hat auch nie so viele Touristen. Die Luft ist "sauber" und es hat ringsum Bäume und natürlichen Wald. (keine künstliche Parkanlagen) Wer es sich zutraut kann am Frei-Tag die Mühen auf sich nehmen und um den Albaner See rennen. Ein schöner Uferweg führt über eine Strecke von ca. 9 Km rund um den Kratersee. Eine sehr willkommene Abwechslung zum steh-lastigen Dienst.
Ich freue mich schon jetzt auf das Castel Gandolfo, die italienischen Strände und natürlich das Tiberfest! Michael Jäggi
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