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kloster live – abenteuer in südfrankreich

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Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Augustinus

Das Dominikanerinnenkloster von Prouilhe Als ich im Herbst 2007 den Ort wieder verliess, an dem ich meine Entscheidung getroffen hatte, in Cazis einzutreten, hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich so schnell wieder dorthin komme. Es war nämlich in Südfrankreich. Da aber Dominikus, unser Ordensgründer, vor etwa 800 Jahren dort längere Zeit gelebt und die erste Gemeinschaft gegründet hat, bedeutet uns dieser Ort sehr viel. So durfte in diesem Jahr eine Gruppe aus unserer Gemeinschaft eine Woche Ferien dort verbringen.

Das Abenteuer beginnt

Noch etwas verschlafen, kurz vor NarbonneEine Bedingung war, dass man mit den öffentlichen Verkehrsmittel anreisen musste. So machten wir uns also vollbepackt mit Koffern, Rucksäcken, Gitarre, etc., auf den Weg zum Bahnhof. Über Chur, Zürich und Basel gelangten wir schliesslich nach Mulhouse, wo wir den Nachtzug nach Narbonne nahmen. Von dort brachten uns Regionalzug und Taxi zu unserem Ziel, Fanjeaux. Dieses mittelalterliche Städtchen liegt so ziemlich abseits, dafür in einer wunderschönen Landschaft. Eine so weite Reise mit dem Nachtzug ist für mich immer ein kleines Abenteuer, das diesmal zum Glück ohne grössere Zwischenfälle verlief.

Zu Gast im Haus des Dominikus

Frère Louis-Marie aus Toulouse mit einer Gruppe geistig behinderter KinderMitten im alten Kern von Fanjeaux liegt das Haus des Dominikus. Und genau in diesem Haus durften wir nun für eine ganze Woche wohnen. Es ist sehr einfach eingerichtet und wird leider etwas vernachlässigt. Darum war unsere erste Tat, es so zu putzen, dass man einigermassen darin wohnen konnte. Die Einfachheit des Hauses erinnerte mich an meine alten Zeiten als Pfadfinderin, nur dass ich diesmal sogar ein Einzelzimmer hatte. Mit der Zeit fand ich es, obwohl es recht kühl war, sogar richtig gemütlich. Da das Haus auch als Sehenswürdigkeit gilt, kam es vor, dass es klingelte und Menschen vor der Türe standen, die es gerne besichtigt hätten. Eine schöne Begegnung war für mich, als ein Pater aus Toulouse mit einer Gruppe geistig behinderter Kinder vorbeikam. Ein anderes Mal führte ich eine ganze Gruppe durch das Haus und konnte ihnen auch etwas über Dominikus erzählen. Da kamen mir meine Französischkenntnisse sehr zugute.

Ferienprogramm

Als die Sonne kam, eroberten wir den Garten Was kann man denn sonst noch so unternehmen an einem solchen Ort? Am Morgen gingen wir jeweils in das Kloster von Prouilhe, das etwa in 45 min. zu Fuss erreichbar ist, in die Messe. In Prouilhe entstand damals das erste Dominikanerinnenkloster. Heute lebt dort eine internationale Gemeinschaft von 33 Schwestern, mit denen wir uns sehr verbunden fühlen. So war es für uns alle ein grosses Geschenk, uns einmal eine Stunde mit den Schwestern zu einem Austausch zu treffen. Nachmittags genossen wir einfach die Zeit, indem wir Spaziergänge unternahmen, ein Buch lasen, Spiele machten, usw. An zwei Tagen beschenkte uns die Sonne mit ihren warmen Strahlen, so dass wir den Garten erobern konnten. Und natürlich nahmen wir uns während dieser Tage auch Zeit für das Gebet.

So stürzte ich mich frisch aufgetankt mit vielen schönen Erlebnissen wieder in den Alltag.

Manuela

 





 
 
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