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kloster live - neue postulantin, kongregationspatron, mariä verkündigung

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Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Augustinus

Eintritt unserer neuen Postulantin

Jetzt ist sie da, hier bei uns. Rita ist am 8. März 09 in unsere Gemeinschaft eingetreten. In der Vesper (Abendgebet), in unserem Refektor und schliesslich in unserem Konvent wurde sie herzlich empfangen und willkommen geheissen. Das gemeinsame Nachtgebet (Komplet) war sogleich auch der Anfang für die angewachsene Anzahl von 12 Jüngerinnen im Maria-Magdalena Konvent.
Rita hat nun ein halbes Jahr Postulat vor sich, in dem sie einen Einblick in unser Gemeinschafts- und Ordensleben erhält. Wir haben mit unserer Novizenmeisterin jede Woche ca. eineinhalb Stunden Unterricht, wobei ich ebenso zum Vortragen einiger Themen eingeladen bin.

Kongregationspatron

Voll Vorfreude und bereits etwas ungeduldig wartete ich auf das Fest des hl. Josephs, des Schutzpatrons unserer Kongregation. Bevor die Erste Vesper begann (Hochfeste beginnen bereits mit dem Abendgebet des Vortages), sass ich etwas früher wie sonst an meinem Platz in der Kirche und dachte an meine Einkleidung vor einem Jahr zurück, die genau an diesem Tag stattgefunden hatte. Ein Jahr, das so genannte kanonische (geschlossene) Jahr, war nun abgeschlossen. Ich erinnerte mich an die Übergabe meines Habits durch unsere Generalpriorin und an die gesungenen Lieder. Vor allem aber an die Prostratio, wobei ich mit ausgebreiteten Armen auf dem Boden liegend die Bitte um Gottes Barmherzigkeit und die Barmherzigkeit der Gemeinschaft aussprach. Diese Bitte um Barmherzigkeit gehört zur Ordenstradition.

Mariä Verkündigung

Eine weitere Ordens-
tradition trägt das Fest Mariä Verkündigung in sich, das an die frohe Botschaft des Engels an Maria erinnert, indem sie den Sohn Gottes empfing. Für uns bedeutet dies die absolute Hingabe an Gottes Wort, an seinen Willen und an die Kostbarkeit unserer Begegnung mit Gott durch unsere je eigene Berufung. Ganz nach dem Vorbild Marias, welche ihrer Hingabe mit den Worten: «Mir geschehe nach deinem Wort» Ausdruck verlieh und alles darüber nachdenkend in ihrem Herzen bewahrte. So erhielten wir an jenem Morgen in den Laudes (Morgengebet) durch die Ansprache unserer Generalpriorin neues Vertrauen und neuen Mut für unsere weitere Nachfolge Christi in dieser Welt für diese Welt. Als Zeichen unserer Hingabe, auch speziell im Dominikanerorden, war die so genannte «Venia», die wir in unserer Klosterkirche am Boden liegend vollzogen. Ein jedes Mal tief berührender Moment, der mich Gott und meiner Berufung ganz nah sein lässt. Der heilige Dominikus sagte über diese Hingabe zu seinen Brüdern: «Als die Weisen, jene ehrfürchtigen Könige, das Haus betraten, fanden sie das Kind mit seiner Mutter , und sie warfen sich nieder und huldigten ihm (Mt 2,11). Auch wir wissen, dass wir ihn gefunden haben, Gott und Mensch mit Maria, seiner Magd.» In dieser Fastenzeit erinnert mich das Lied: ‹Wir ziehen vor die Tore der Stadt› am meisten an diese Hingabe, denn wir singen im Kanon: Lasst uns hinaus gehn zu ihm, aus dem sicheren Lager unserer Ehre und draussen die Schmach tragen, die er (Jesus Christus) trug.

Ich will mir anhören, wie das so klingt...einfach unten klicken!

--> Wir ziehen vor die Tore der Stadt
--> Also hat Gott die Welt geliebt

Sr. Silvia - Ilanz

 





 
 
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