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kloster live – rund um die fastenzeit

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Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Augustinus

Fasnacht

So setzt man das Wallis zusammenGerade nachdem ich den letzten Beitrag hier aufgeschaltet hatte, liess ich mich dazu verleiten, das Wallis zusammenzusetzen. Es war schmutziger Donnerstag. Da wir an den Fasnachtstagen (ausser Freitag und Samstag) nur das Nötigste arbeiteten und stattdessen miteinander Spiele machten, Filme schauten oder sonst etwas gemeinsam unternahmen, nutzte eine Mitschwester jenen besagten Morgen dazu, ein Puzzle mit dem Bild der Schweizerkarte zusammen zu setzen. Da schloss ich mich doch mit meinen Geographiekenntnissen gerne an. Ein anders Mal organisierte jemand einen "Flohmarkt", wo ich ein warmes Unterhemd erstand. Der Preis: Ein Gebet für Afrika. Für Unterhaltung während der Essenszeiten wurde auch gesorgt: Jede, die etwas dazu beitragen wollte, konnte sich auf einem Blatt an der Pinwand eintragen. Mir fiel leider nichts ein, aber ich amüsierte mich köstlich über die Ideen der anderen.

Fastenzeit

Leider endete die Fasnacht mit dem Aschermittwoch, dem Beginn der Fastenzeit. Zum Essen begnügten wir uns an diesem Tag mit Brot und Suppe und in der Messe bekam jede ein Aschenkreuz auf die Stirne. In den folgenden Tagen hatten wir im Unterricht das Thema Fastenzeit und da lernte ich, dass es in dieser Zeit nicht in erster Linie darum geht, nur wenig oder nichts zu Essen, sondern dass ich in diesen 40 Tagen auch eingeladen bin, mich wieder neu für Gott zu öffnen und ihm die Chance einzuräumen, dass er mich verändern darf.

Sonntag, jeweils um 17 Uhr

Die Vigilfeier in unserer Pfarrkirche Wie schon in der Adventszeit, so halten wir auch in der Fastenzeit an den Sonntagabenden eine Vigil in der Pfarrkirche, zusammen mit der Pfarrei. Wieder ist diese als Anbetungsstunde gestaltet, in der wir jeweils einen Bibeltext, der zur Fastenzeit passt, meditieren. Am Schluss jeder Vigil gibt es die Möglichkeit, nach vorne zu gehen und einzeln den Segen zu empfangen. Das Ganze wird musikalisch mit Liedern und Instrumentalstücken untermalt. Da bin ich selbstverständlich mit Flöte und Gitarre auch dabei. Im Voraus hatte ich plötzlich etwas Angst, dass ich durch mein Engagement gar nicht so viel mitkriege. Erleichtert durfte ich aber feststellen, dass dem nicht so ist. Obwohl ich ständig zwischen zwei Plätzen hin und her gehen muss, kann ich innerlich gut dabei und während der ganzen Zeit sehr ruhig und gesammelt sein.

Frühlingsputz

So lange wollten wir nicht warten...Jedes Jahr wird zu Beginn der Fastenzeit das ganze Kloster "auseinander-
genommen" und geputzt. Zwei Tage nehmen wir uns dafür Zeit. Auf einer Liste kann man sich eintragen, welchen Teil man übernehmen will. Wir waren froh, dass wir unsere Noviziatsräumlichkeiten schon nach den Malarbeiten vor Weihnachten gereinigt hatten. So mussten wir uns nur noch zu zweit hinter den Korridor machen und die Dritte im Bunde konnte anderswo aushelfen. Ich fand es noch lustig, das Kloster in diesem Zustand zu sehen. Überall standen Leitern und Putzutensilien herum, die Räume wurden geleert und wieder gefüllt, überall traf man Schwestern auf Leitern, mit Besen oder Staubsauger in der Hand an. Manch einer würde sich wohl fragen, ob denn das wirklich so gründlich sein muss, aber als ich das schmutzige Wasser und die Lappen am Ende der Aktion betrachtete, war bei mir jeder Zweifel aus dem Weg geräumt.

Unser Glöcklein ist zurück

Während der Putztage kam endlich unser Glöcklein zurück, das - dringend renovationsbedürftig - vor wenigen Wochen einfach abtransportiert wurde. Nun klingt es noch schöner und vor allem geht das Läuten viel einfacher. Mit grosser Neugier nutzte ich die Gelegenheit, nach der Montage einen Blick in unser Glockentürmchen zu werfen...

Manuela

 





 
 
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