Meine Glaubensaktivitäten in der Garde
Um in die Schweizergarde gehen zu können, muss man sicher streng katholisch sein und immer in die Kirche gehen, denken wohl die meisten. JEIN, die Garde bietet vieles - doch man muss es auch nutzen wollen.
Das Minimum bei uns ist der Besuch der obligatorischen Sonntagsmesse. Die Garde organisiert sich so, dass es jedem Gardisten möglich ist, entweder die Vorabend- Früh- oder Hauptmesse zu besuchen. Diese eine Stunde, der 148 Stunden pro Woche, schenke ich gerne dem Herrgott. Die Messe wird von unserem Gardekaplan sehr feierlich in drei Sprachen gefeiert und die Predigt ist auf junge Männer ausgerichtet und somit lehrreich und erbauend. Natürlich findet auch jeden Abend eine Wochentagsmesse bei uns in der Gardekapelle statt. Während unserer Rekrutenschule im Juni war sie ein Teil der Ausbildung und somit jeden Tag auf dem Tagesbefehl. Im Anschluss aber nahm ich nicht mehr regelmässig teil. Zu meinem Glück hat mich im November unser Kaplan gefragt, ob ich Vize-Sakristan werden möchte. Seit da bin ich auch wieder öfters unter der Woche in der Kirche anzutreffen.
Ebenfalls seit meiner Amtseinführung im November habe ich begonnen, das Adorey am Samstagnachmittag mit der Gitarre zu begleiten. Ich möchte versuchen, während der Anbetung eine Stimmung zu schaffen, wie sie wohl jeder von uns von Jugendvigils, Weltjugendtagen oder anderen Jugendtreffen her kennt und liebt. Ebenfalls im Angebot aber bisher leider viel zu wenig genutzt habe ich das wöchentliche Rosenkranzgebet am Montag und die Glaubensdiskussionen über ein freigewähltes Thema am Freitagabend in der Wohnung unseres Herrn Kaplans.
Einmalige persönliche Bereicherungen bieten natürlich auch die vielen Messen, Audienzen und Ansprachen des Papstes, an welchen ich meistens durch die Arbeit, manchmal aber auch in der Freizeit, teilnehme. Auch einige gute Gespräche mit Priestern und Bischöfen sind mir in Erinnerung. Man sieht, die Garde bietet vieles, doch sich die Zeit nehmen und auf etwas anderes zu verzichten fällt mir nicht immer leicht. Man kann hier im Glauben weiterkommen, aber man muss es auch wollen. Ich bin dankbar schon einige Schritte gemacht zu haben und möchte noch viele machen.

Ich wünsche auch jedem von euch, wo er auch ist, viele gute Schritte im Glauben.
Anton Kurmann
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