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So meinen lieben Leser und Leserinnen in der kalten Schweiz, ich hoffe doch, dass auch Ihr es alle gut ins neue Jahr geschafft habt. Weihnachten und Neujahr sind schon wieder Schnee von gestern. Wobei ich jetzt nicht weiss, wie man das hier im warmen Italien sagt. Vielleicht Regen von gestern?
Nun sind schon 78 Tage vergangen seit ich der Schweizergarde beigetreten bin. Die Zeit vergeht hier in der "ewigen Stadt" wie im Flug. Denn schon bald müssen wir, die dienstjüngsten Gardisten aus unserem Mannschaftszimmer dem "California" ausziehen und sollten jeweils Zweierzimmer bekommen. Momentan stellt sich uns nur die Frage in welche Zimmer es geht, denn die meisten freien Zimmer sind mit Renovationsarbeiten besetzt. In Italien geht eben alles viel länger.

Anfangs Februar wird die nächste Gardistenrekrutenschule starten. Somit sind auch wir schon nicht mehr die Dienstjüngsten. Unsere Arbeit gefällt mir immer noch sehr gut. Leider kann die Schildwache dennoch manchmal sehr streng sein. Diesbezüglich musste ich auch schon eigene Erfahrungen machen. Neujahrs Morgen musste ich um 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr Schildwache am Eingang Portone di Bronzo stehen. Es bereitete mir sichtlich Mühe zwei Stunden ruhig zu stehen, denn auch wir feierten ausgiebig Silvester, wie es halt richtige Schweizer so tun.

Ansonsten erkunden wir Rom und die Umgebung, sehen uns Sehenswürdigkeiten an, gehen nur so einkaufen, essen in guten Restaurants oder spielen Poker und Jassen.
Jonas Wolfisberg
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