Anfangs November konnte ich meine ersten Ferien nehmen! Es war absolut genial, wieder einmal die Familie und den Freundeskreis zu sehen. Sämtliche Geschäfte Zuhause waren (Anfangs November) bereits gefüllt mit Geschenkartikeln oder Weihnachtsdekoration. Es kam richtig Stimmung auf… Als ich aus den Ferien nach Rom zurück kam erwartete ich, dass nun auch in Italien die Geschäfte voller Dekoration sein sollten. Fehlanzeige! Erst in den letzten paar Tagen wurden bei einigen (längst nicht bei allen) die Weihnachtsdekoration angebracht.
Seit ich hier in Rom bin habe ich schon etliche Unterschiede zu der Schweiz bemerkt. Ein weiterer macht sich in der Vorweihnachtlichen Zeit klar: Zuhause ist der Weihnachtsgedanke völlig kommerzieller Art. In Italien, besonders auch in Rom, denke ich, wird die Idee des Zusammenseins und der Familiennähe noch stärker gewertet als in der Schweiz. Auch in der Garde merkt man dies. Es werden keine farbig blinkenden Weihnachtsmänner aufgestellt oder Kunstschnee versprüht. Eine einfache Lichterkette schmückt den Ehrenhof und auf dem Mittagstisch steht ein simpler Adventskranz!
In vielen Schweizer Haushalten wird vor dem Haus ein lebensgrosser Samichlaus (wenn möglich noch mit buntem Schlitten und Renntieren) aufgestellt. Dazu passend funkelnde Lichtspiele und vieles mehr, machen den Eindruck, als ob man hier Weihnachten so richtig feiern wird. Ich möchte aber nicht wissen, in wie vielen solchen Haushalten der Weihnachtsabend alleine, vor dem Fernsehergerät verbracht wird. Man braucht nicht übermässigen Schmuck oder Dekoration um Weihnachten feiern zu können, es kommt dabei vor allem auf die Idee und den Inhalt des Festes an!
Michael Jäggi
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