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kloster live - weihnachten/neujahr in ilanz

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Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Augustinus

Weihnachtsoktav

Ich gebe zu, dass ich es kaum erwarten konnte, bis wir das Weihnachtsfest mit Beginn der Mitternachtsmesse um 23.00 Uhr zu feiern anfingen. Die Adventszeit war sehr besinnlich und dennoch: die Vielfalt unserer Bemühungen (Proben, proben, proben) mussten nun endlich ans Licht kommen – wenn ER, das Jesuskind und Licht der Welt, erschienen ist. Eine halbe Stunde vor der Messe ertönte das feierliche Flötenspiel mit "Stille Nacht, heilige Nacht" durch die Klostergänge und lud Gäste wie Schwestern in die Kirche ein. Mit Gesängen und Musikeinlagen gaben wir unserer Freude Ausdruck, welche über die Weihnachtsoktav bis jetzt hindurch zog.

Tischtücher und Servietten

Am Weihnachtstag waren sämtliche Gäste vom Haus der Begegnung (unserem Bildungshaus) sowie Gäste des Klosters in unser Refektor (Speisesaal der Schwestern) eingeladen. Gemeinsam nahmen wir wiederum ein von unserer Hausküche hervorragend zubereitetes Menü ein. Die abwechslungsreichen und originellen, liebevoll zubereiteten Speisen bringen uns alle immer wieder zu dankbarem Staunen.
So wartete denn auch am nächsten Werktag viel Arbeit auf die Waschküchencrew, denn es galt, alles zu waschen und für Neujahr wieder bereit zu stellen. Damit endete auch mein vor zwei Monaten begonnenes Praktikum in der Waschküche. Erneut werde ich im Januar in der Küche und in der Backküche eingesetzt. Ja, meine Flexibilität und Beweglichkeit nimmt immer wieder neue Formen an. Ich lerne dabei auch, meine Talente und Fähigkeiten herauszufinden und immer wieder neu einzusetzen und zu fördern. Die Zusammenarbeit mit Mitschwestern und Mitarbeiter/innen bereichert mich sehr und gibt mir Weite für mein Leben in Gemeinschaft.

 

Ausklang und Einklang

Als besonderen Anlass zum Jahreswechsel veranstalteten wir um 20.15 Uhr in unserer Klosterkirche einen Taizé-Gebetsabend. In lediglich mit Kerzenlicht erzeugter Atmosphäre sangen und spielten wir Taizélieder. Auch wurden besinnliche Texte vorgetragen. Danach war der Rest des Abends uns allen frei gestellt. Wer ins Bett gehen oder aufbleiben wollte, konnte sich danach richten.
Eine Viertelstunde vor Mitternacht waren einige wenige Gäste und Schwestern in der Klosterkirche anwesend, um diesen besonderen Moment mit unserem Herrn und Gott zu verbringen, dessen Sinnbild sich von unserem Taizégebet her immer noch im Kreuz und Kerzenlicht auf dem Altar befand. Die Kirchenglocken in der Umgebung läuteten das alte Jahr aus und das neue ein. Gemeinsam begannen wir um 0.00 Uhr das Lied "Grosser Gott wir loben dich" zu singen und begaben uns nach einigen Minuten Stille zum gegenseitigen herzlichen Beglückwünschen fürs neue Jahr. Das sichtbar Neue zeigte sich sogleich auch in den plötzlich heruntergefallenen Schneeflocken, welche völlig überraschend der Umgebung ein neues Kleid verliehen.

Die Tage im neuen Jahr begannen ebenso fröhlich und heiter. Ein Apéro am Neujahrstag nach der Messe setzte die gegenseitigen guten Wünsche für alle Anwesenden fort. Auch die Sonne liess nicht auf sich warten und trug bis jetzt jeden Tag ihren Teil zu unserer Freude bei.

Sr. Silvia

 





 
 
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