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Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Augustinus

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Abschluss und Neubeginn

Mein Praktikum in der Backküche hat am 31. Oktober ein erfreuliches Ende genommen. Ich durfte nämlich zum vorläufig letzten Mal drei Riesencrèmeschnitten und frische Zöpfe zum Fest Allerheiligen verfertigen. Meine neue Aufgabe liess nicht lange auf sich warten und so begann ich denn auch gleich an meinem Namenstag (3.November) mein Praktikum in der Waschküche, welches bis Ende Jahr dauern wird. Ebenso hat in der Zwischenzeit auch das Kirchenjahr seinen Abschluss gefunden und wir befinden uns erneut in der Adventszeit, in der Vorbereitung auf das Wiederkommen unseres Gottes im Jesuskind.

Advent – Ein Lichtlein brennt

Am Samstag vor dem ersten Advent liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schon zuvor machten die ersten Noten für unser "Instrumental Ensemble" (jene Schwestern, die aktiv Instrumente spielen) die Runde durch’s Kloster und bald darauf fand auch schon die erste Probe statt. Ebenso gab’s neue und bekannte Melodien für uns Sängerinnen in der Schola.
Es war also höchste Zeit, an den Adventskranz zu denken. Den ganzen Samstagvormittag benutzten meine Novizenmeisterin und ich, dem Kranz Gestalt zu verleihen und die Kerzen einigermassen gerade und symmetrisch hinzubekommen. Was daraus entstand, entsprach unserer vollsten Zufriedenheit, obwohl es mit den blauen Kerzen eher etwas gewöhnungsbedürftig erscheint.

Rorate

Zur Adventszeit gehört jede Woche, bei uns am Donnerstag in den Laudes (Morgengebet), die Feier des Rorate. Im schweizerischen Kirchengesangbuch steht dazu: «Eine besondere Form (des Gottesdienstes im Advent) sind die Roratemessen am frühen Morgen. Die Familie sammelt sich um den Adventskranz, dessen Kreisform den Zusammenhalt und dessen wachsendes Licht unser zuversichtliches Hoffen ausdrücken.» Dies ist immer ein besonderer Augenblick für mich, denn nur lauter kleine Rechaud-Kerzen erhellen dabei die Klosterkirche und versetzen uns in eine wirklich adventliche Atmosphäre. Auch die Gebete und Gesänge werden individueller gestaltet und so durfte ich denn auch zusammen mit Sr. Armina das Rorate vorsingen.

--> Wie das geklingt hat, erfährst du hier! Einfach drauf klicken!

Der viele Schnee, der sich bei uns schon seit Wochen hält und ab und zu auch neu dazu kommt, rundet das Bewusstsein für das baldige Weihnachtsfest ab. Leider hat der Schneemann schon etwas unter den immer wiederkehrenden Sonnenstrahlen gelitten. Im Ganzen spüre auch ich die Freude und das Stillewerden in mir. Es ist die Zeit, mir erneut Gedanken über Gottes Geburt in mir zu machen und diese Geburt auch in all meinen Mitschwestern und Mitmenschen erkennen zu lernen.

Euch allen wünsche ich eine lichtvolle und ermutigende Adventszeit!

Sr. Silvia

 





 
 
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