news events blogs faith helpline klöster links kontakt papierjugenda YOU! radio
 

kloster live - klosteralltag

Family live
Kloster live
MissionLive
Peru live
Vatikan live

Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Augustinus

Immer wieder werde ich gefragt, was ich denn im Kloster den ganzen Tag so mache. Bis jetzt habe ich ja immer über etwas Aussergewöhnliches, das ich mit der Gemeinschaft erlebt habe, berichtet. Nun sollt ihr auch mal etwas über meinen ganz gewöhnlichen Alltag erfahren.

In aller Frühe...

Mein Tag beginnt um 4:50 Uhr. Dann nämlich läutet mein Wecker das erste Mal. Abends jeweils, wenn ich den Wecker stelle, macht mir die 4 bei den Stunden immer noch sehr viel Eindruck: Das ist doch mitten in der Nacht! Das Ganze ist aber nur halb so schlimm. Bis ich wirklich wach bin und aufstehe ist meistens schon 5 Uhr und das tönt in meinen Ohren dann schon etwas besser. Um 5:30 Uhr beginnt der Gottesdienst mit Laudes, Messe und Terz.
Nach dem Gebet, während des Frühstücks, hören wir die Nachrichten im Radio, was ich sehr schätze, da ich so mitbekomme, was gerade in der Welt läuft. Nach dem Frühstück beten wir den Rosenkranz, ein Gebet, das für den Dominikanerorden sehr wichtig ist, und dann habe ich noch eine Stunde Zeit für persönliche Betrachtung.
 

Arbeiten am Morgen

Inzwischen ist es bereits 9:15 Uhr und ich beginne mit der Arbeit. Im Moment bin ich noch nicht in einem speziellen Bereich eingeteilt. Ich erledige vor allem viele verschiedene Büroarbeiten und in diesen Wochen, zum Beispiel, helfe ich gerade in der Küche die Weihnachtsguetsli backen. Es ist mir wichtig, dass ich mir immer wieder bewusst werde, diese Arbeit aus Liebe zu machen, für die Mitmenschen, denen sie dient, für Gott. Dann wird sie für mich sinnvoll. Mit dem Mittagessen endet schliesslich mein Arbeitspensum eines Tages.

Unterricht und Studium am Nachmittag

Nach dem Mittagessen gibt es ein kurzes Mittagsgebet und dann habe ich ein wenig Zeit für mich, bevor um 14 Uhr der Unterricht losgeht. Im Unterricht lerne ich Verschiedenes übers Klosterleben, über die Kirche, unseren Orden, unsere Gemeinschaft. Neben der reinen Wissensvermittlung geht es auch darum, etwas fürs Leben mitzunehmen. Ergänzend zum Unterricht bekomme ich Unterlagen, die ich in der zweiten Hälfte des Nachmittags selber bearbeite. Zwischendurch, um 15 Uhr darf ich das Glöcklein zum Gedenken an die Sterbestunde Jesu läuten. Das mache ich sehr gerne. Ausserdem freue ich mich, dass ich jeden Tag eine halbe Stunde zur Verfügung habe, um zu musizieren.

Der Abend

Vor dem Abendessen treffen wir uns in der Noviziatsgemeinschaft zum Bibelteilen. Dieser Austausch ermutigt mich immer wieder, das Wort Gottes zu leben.
Das Abendgebet, wo wir die Vesper und die Komplet beten, ist mein letzter "Termin" eines Tages. Vor allem gefällt mir da die anschliessende Prozession in den Chorraum, zur Mutter Gottes, wo wir das "Salve Regina" singen. Den Rest des Abends geniesse ich beim Lesen, Stricken, Briefe schreiben oder auf dem Minitrampolin. Um 21 Uhr läutet nochmals die Glocke zum Zeichen, dass jetzt Stillschweigen im Haus ist. Da ich meistens so müde bin vom früh Aufstehen, von dem vielen Neuen, das ich während des Tages lernte und erlebte, gehe ich dann auch um diese Zeit schlafen.
 

Manuela

 





 
 
home
newsletter       über uns       unterstützung       impressum