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kloster live - ministrieren, singen, abschied nehmen. oder was ein kloster alles zu bieten hat. teil 2

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Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Augustinus

Sr. Silvia berichtet aus dem Kloster Ilanz über ihre Erlebnisse:

--> hier gehts zum ersten Teil des Textes!

Ministrieren, vorsingen, servieren

Ein lang ersehnter Wunsch ging mir in Erfüllung, als ich ab dem 21. September für eine Woche den Ministrantinnen – Dienst (Assistenz beim Priester am Altar) übernehmen durfte. Natürlich war ich emotional sehr bewegt, denn schon seit meiner Erstkommunion wartete ich auf diesen Moment, der vorher leider nicht möglich war.

Die Woche darauf hatte ich mich für’s Vorsingen aufgeschrieben. Mir besonders nahe stehende Gedenktage steigerten meine Freude am Singen: Das Fest der Erzengel, der Gedenktag der heiligen Theresia von Lisieux, der heiligen Schutzengel und des heiligen Franziskus. Jede Gebetszeit wird bei uns aus dem Antiphonale, dem Stundengebetbuch der Kirche mit gregorianischem Notenbild, gesungen. Diese Art zu beten in und mit der Gemeinschaft erfüllt mich tief.

Seit Wochen liefen etliche Vorbereitungen auf die Jubelprofess von 16 Mitschwestern. Darunter waren Professjahre ab 25, 50, 60, 65, 70 und gar 75! zu feiern. Dies hiess vor allem viel Üben und Proben für unseren Schwesternchor (genannt Schola) und unser Instrumental-Ensemble (Schwestern mit Instrumenten wie C-Flöte, Alt- und Tenorflöte, Triangel etc.). Nebst dem war ich auch im Service der 190 Personen in unserem Refektor (Speisesaal), Gäste und Mitschwestern, eingeteilt. Voraus ging ein festlicher Gottesdienst mit vielen Gesangs- und Musikeinlagen. Der Tag war schlussendlich sehr lang, doch die Freude dieses Tages überwog das Gefühl unserer müde gewordenen Beine und Augen.

Trauriger Abschied

Doch Freude und Leid sind nah beieinander. Bereits zwei Tage später versammelten wir uns wieder in unserer fast vollbesetzten Klosterkirche. Diesmal zur Beerdigung einer Mitschwester, welche unerwartet früh ihr segensreiches Wirken als Spitalseelsorgerin und als Mitwirkende in der Pastoral in der Region aufgeben musste.

Diese Ereignisse prägen unsere Gemeinschaft. Sie zeigen mir immer wieder, dass wir nicht für uns selber leben, sondern in steter, verantwortungsvoller und endloser Beziehung zu einander und zu Gott. Diese Hoffnung und Zuversicht trägt über den Tod hinaus und zeigt unser Leben, wie es näher nicht sein kann.
 

Liebe Grüsse aus dem sonnigen Bündner Oberland und...bis in 3 Wochen!

Sr. Silvia

 





 
 
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