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kloster live - mein portrait

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Ihr sagt: wir haben üble und elende Zeiten. Lebt recht, denn durch ein gutes Leben ändert ihr die Zeiten.
Augustinus

Meine Berufungsgeschichte

Im Kanton Luzern am Vierwald-
stättersee aufgewachsen, lernte ich nach verschiedenen Stationen meines Lebens die Liebe zu meinem erlernten Beruf, zur Pflegefachfrau, kennen.
Diese so menschlichen, realitätsnahen Begegnungen und die täglich neu herausfordernden Beziehungen weiteten mein Herz und meine Sehnsucht nach einem erfüllten Leben.
Schon früh spürte ich, dass mich das Klosterleben faszinierte und meine Gedanken während Jahren immer wieder in diese Richtung wanderten. Doch genauso lebte ich im Laufe meiner Jugendzeit mit anderen Interessen, so dass ich abwechslungsweise nie recht wusste, wohin es mich ziehen würde. Obwohl diese inneren Fragen so intensiv waren, konnte ich mir doch nie vorstellen, selbst einmal Ordensschwester zu werden. Ich war damals keine praktizierende Katholikin und fühlte mich einfach zu unwissend in dieser Hinsicht.

Mit 17 Jahren stellte ich mich dieser Frage erneut und machte bald darauf eine Woche "Kloster auf Zeit" im Kloster Ingenbohl. Ich spürte, dass mich dieser Weg veränderte und mich näher an meine Sehnsucht führte. Ein Leben ganz für Gott und die Menschen – diese Vorstellung wurde möglich und zu meinem Lebensentscheid.
 

Warum die Ilanzer Dominikanerinnen?

Erst führte mich mein Weg nach meiner Ausbildung in ein geschlossenes Kloster. Während dieser Zeit konnte ich meinen Glauben, das Ordensleben und die intensive Zwiesprache mit Gott vertiefen sowie meine Berufung immer klarer erkennen lernen.
Mit der Zeit spürte ich, dass mich mein Weg mit Gott zu den Menschen führt; dass ich aktiv an der Verkündigung Gottes in der Welt teilnehmen will.
So kam es, dass ich einen Kurs bei den Ilanzer Dominikanerinnen besuchte und auf ihre Lebensform aufmerksam wurde. Die Spiritualität des heiligen Dominikus und das gelebte, aktive und kontemplative (beschauliche) Gemeinschaftsleben begeisterten mich. Ich sah für mich die optimale Verbindung von Ordens- und Berufsleben. Nach 5 Wochen "Kloster auf Zeit" und einigen Monaten Berufsarbeit in einem Altersheim, trat ich bei den Ilanzer Dominikanerinnen ein und begann mein 6-monatiges Postulat.

Mein Noviziat und Leben als Dominikanerin

Seit meiner Einkleidung am 14. März 08 heisse ich Sr. Silvia (mein Taufname), bin Novizin und befinde mich im ersten von zwei Ausbildungs-
jahren. Dazu gehören verschiedene Praktika in unseren internen Betrieben, damit ich so unsere Gemeinschaft und auch unsere Mitarbeiter persönlicher und näher kennen lerne. Ebenso werde ich von Mitschwestern und einem Mitbruder im wöchentlichen Noviziatsunterricht begleitet.
Mit grosser Hingabe lerne ich zurzeit das Vorsingen für unser Gemeinschaftsgebet. Am 08. August 08, am Festtag des Hl. Dominikus und zugleich an meinem 25. Geburtstag, war es mein grösstes Geschenk, dass ich eben dies tun durfte. Ich erlebe meine Gemeinschaft als sehr herzlich und grosszügig – ich lerne, es selber auch zu leben.
Schon bald, am 22. September, darf ich mit Freude und Dankbarkeit auf mein erstes Jahr bei den Ilanzer Dominikanerinnen zurück schauen. Gerne werde ich auch in nächster Zeit über meine Kloster - Erfahrungen und meine 24h - Erlebnisse berichten.

 





 
 
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