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vatikan live - die vereidigung

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Augen haben und Betrachten ist nicht dasselbe.
Augustinus

Während sich unsere Schweizer Freunde in den letzten Wochen noch tapfer durch den Schnee schaufelten, steht in Rom Frühling auf dem Programm. Das schöne und warme Wetter macht sowohl den Dienst als auch die Freizeit angenehmer. Obwohl letztere langsam etwas rarer wird. In weniger als einem Monat steht der wohl wichtigste Moment einer jeder Gardekarriere an: Die Vereidigung an der Fahne. Auf diesen Tag wird nun intensiv geübt und exerziert, damit der Ablauf jedem in Fleisch und Blut übergeht.


Zusätzlich besprechen wir mit dem Gardekaplan natürlich auch den Inhalt des Eides, der von jedem abgelegt wird. Man soll ja schliesslich genau wissen, worauf man sich einlässt:

Die Eidesformel wird vom Kaplan vorgelesen
 

Ich schwöre, treu, redlich und ehrenhaft zu dienen, dem regierenden Papst Benedikt XVI und seinen rechtmässigen Nachfolgern; und mich mit ganzer Kraft für sie einzusetzen, bereit, wenn es erheischt sein sollte, für ihren Schutz selbst mein Leben hinzugeben. Ich übernehme dieselben Verpflichtungen gegenüber dem Kollegium der Kardinäle während der Sedis-Vakanz des apostolischen Stuhles.

Ich verspreche überdies dem Herrn Kommandanten und meinen übrigen Vorgesetzten Achtung, Treue und Gehorsam.

Ich schwöre es, so wahr mir Gott und unsere Heiligen Patrone helfen.

Jeder neue Gardist tritt dann einzeln an die Fahne und bestätigt diesen Eid, indem er sagt:


Ich, Hellebardier XY, schwöre, alles das, was mir soeben vorgelesen wurde, gewissenhaft und treu zu halten, so wahr mir Gott und unsere Heiligen Patrone helfen.

An diesem wichtigen und eindrücklichen Tag werden wir begleitet von unseren Familien und Freunden, die dafür extra aus der Schweiz anreisen. Es wird das erste Mal seit 3 Monaten sein, dass wir unsere Geschwister und Eltern wieder sehen. Darauf freuen sich alle sehr. Und wenn wir Glück haben, reichts sogar noch für eine kleine Audienz beim Papst persönlich.

 





 
 
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