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vatikan live - den weg nach rom gefunden

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Augen haben und Betrachten ist nicht dasselbe.
Augustinus

Nach einer langen, für einige eher schlaflose Zugsreise sind wir in Rom angekommen...

...kaum da, wurden wir bereits von Wachtmeister Merga in Empfang genommen. Mit einem Kleinbus fuhren wir direkt dem Vatikan zu und erlebten bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal den römischen Verkehrsstil. Glücklicherweise sind wir dann doch heil im Kirchenstaat angekommen. Da das Zimmer für die Rekruten nur für zehn Personen Platz bietet, "mussten" sich drei Rekruten bereits in ein normales Zimmer einquartieren… Es blieb kaum Zeit um die Koffer auszupacken, als wir den nächsten Termin bei der Armeria hatten, um dort die ersten Schuhe und Kleider zu fassen. Nachdem alle noch vermessen wurden, ging es ab in die Abendmesse, in der eigens dafür vorgesehenen Gardekapelle. Im Anschluss ging es bereits weiter mit dem ersten Ausgang.

Am Samstag stand die Arztvisite an. Ein Gesundheitscheck, bevor die definitive Aufnahme in die Garde erfolgt. Kultureller Höhepunkt dieses Tages war der Besuch des Apostolischen Palastes.
Der Sonntag darauf war relativ ruhig. Zusammen feierten wir die heilige Messe, geleitet durch unseren Kaplan da Raemy. Das kennenlernen der Weltstadt Rom gehört natürlich auch zu den Zielen der zwei Jahre Schweizergarde. So machten wir uns auf, einige Sehenswürdigkeiten zu suchen, namentlich natürlich das weltbekannte Kolosseum. Was sich als sehr einfach heraus stellte, endete trotzdem in einer kleinen Katastrophe: Nachdem das Kolosseum tatsächlich gefunden wurde, konnten uns nur noch englische Touristen darauf aufmerksam machen, dass wir für die Rückkehr zum Vatikan in die falsche Richtung liefen…

Am Montag stand der erste "richtige" Diensttag auf dem Programm. Erste Gehversuche im Italienisch sowie das exerzieren mit der Dienstuniform wurde während dem Morgen durchgenommen. Diverse Theorien am Nachmittag über Wachtbefehl und Finanzen gaben uns erste Einblicke in die Aufgaben des Gardisten.
 

Nach diesen wenigen Tagen kann man wohl sagen, dass wir eine gute Gruppe sind. Anfängliche Distanzierungen zwischen Deutsch- und Westschweizern verschwinden langsam und bei gemeinsamen Ausflügen in Rom, Sport oder beim Kartenspiel kommen wir Rekruten uns langsam näher. Es liegt eine Spannung in der Luft, wie die nächsten Wochen wohl werden. Obwohl wir gerade mal vier Tage in Rom sind, haben wir bereits etliche Erlebnisse mit dem Wetter, Strassenhändlern und vielem mehr!

 





 
 
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